Damespiel

DamespielDieses Teilprogramm beinhaltet ein klassisches Damespiel.

Das Damespiel ist wahrscheinlich weit über 2500 Jahre alt. So entdeckte man in etruskischen Katakomben eine Wandmalerei mit der Abbildung eines (wahrscheinlich) Dame-ähnlichen Spiels. In dem berühmten Grab Tutenchamuns (1300 v.u.Z.) wurde ein Spielbrett entdeckt, auf dem „Senet“ gespielt wurde, was dem Damespiel sehr ähnlich ist.

Heutzutage ist das Damespiel nicht mehr so verbreitet und wird nur noch wenig gespielt. Das ist schade, da es das logische Denkvermögen stark fördert.

Während es beim Schach absolut klare Spielregeln gibt, ist das beim Damespiel nur für internationale Turniere klar geregelt.

Nationale und regionale Besonderheiten ergeben teilweise sehr unterschiedliche Damepartien. In dem Buch „Zug um Zug“ von Heinz Machatschek heißt es dazu:

„Experten behaupten sogar, man könne die Nationalität von Damespielenden beim Zusehen bestimmen, ohne dass diese ein Wort zu wechseln brauchen …“

Spieler, die nur vorwärts und nicht rückwärts ziehen, sind von der Nationalität deutsch oder polnisch. Wird nur auf weißen Feldern gespielt und immer nur ein Feld gezogen, so sind die Spieler Engländer. Spieler, welche die Dame auf das Feld des geschlagenen Steins stellen (wie beim Schach) und nicht dahinter, kommen aus Nordamerika.
Franzosen spielen ähnlich den deutschen Regeln, aber auf den weißen und nicht den schwarzen Feldern. Italiener schlagen mit einem einfachen Stein niemals die Dame („Signora“). In der Türkei spielt man auf dem ganzen Brett und zieht horizontal und vertikal usw.

Aus diesem Grund ist es notwendig, die hier verwendeten Regeln zu erklären. Gespielt wird nach den klassischen, in Deutschland üblichen Regeln.

Gespielt wird auf einem 8×8 Brett, nur auf den dunklen Feldern. Jeder Spieler hat zu Beginn 12 Spielsteine.
Der Computer spielt mit den blauen Steinen, die Computernutzer mit den weißen.
Nach dem Programmstart wählen Sie zuerst, ob Sie oder der Computer beginnen oder auch zwei Spieler gegeneinander antreten. Das Spiel beginnt mit dem Schalter Spielstart.

Die Steine werden ein Feld in diagonaler Richtung gezogen (Klicken und Maus bewegen), aber nur vorwärts.

Gegnerische Steine müssen übersprungen werden (Sprungzwang !), sofern das dahinter liegende Feld frei ist. Wenn das Zielfeld eines Sprungs auf ein Feld führt, von dem aus ein weiterer Stein übersprungen werden kann, so wird der Sprung fortgesetzt. Mit einem einfachen Stein darf nicht rückwärts gesprungen werden. Alle übersprungenen Steine werden vom Brett genommen.

Erreicht ein Spielstein die gegnerische Grundlinie, wird er zu einer Dame. Im Programm wird dies sichtbar, indem der Stern zwei zusätzliche Kreise erhält.
Eine Dame darf beliebig weit vorwärts und rückwärts ziehen und springen. Beim Überspringen eines gegnerischen Steines muss die Dame auf dem unmittelbar dahinterliegenden Diagonalfeld aufsetzen.

Falls sie von dem neuen Feld aus über andere Steine springen kann, muss sie das tun. Es gelten die Sprungregeln für einfache Steine, mit der zusätzlichen Regel, dass die Dame über mehrere Felder vorwärts und auch rückwärts springen kann.

Wer keinen Zug ausführen kann, hat das Spiel verloren. Das Spiel endet spätestens nach 100 Zügen mit Remis oder das Spiel wird abgebrochen.

Möchten Sie einen Zug zurücknehmen, was allerdings etwas unsportlich ist, so klicken Sie auf den Schalter Zurück. Ein laufendes Spiel wird mit Abbruch gestoppt.

Von Bedeutung ist auch die Spielstärke des Computers. Täuschen Sie sich nicht, schon bei Stufe 3 ist der Computer ein ernstzunehmender Gegner, zumindest, wenn Sie noch ungeübt sind. Bei einer Spielstärke 6 benötigt der Computer zur Berechnung des Zuges stets einige Zeit, ist aber kaum noch zu schlagen.