Mühle

MühleDas Mühlespiel ist ein sehr altes Brettspiel.

Das Spiel gehörte in Deutschland zu den bekanntesten Brettspielen. Es gilt fälschlicherweise als Kinderspiel, da es sehr anspruchsvoll ist, wenn beide Spieler mit guter Strategie spielen. Das Spiel ist weltweit verbreitet. In Englisch heißt es „Nine Men’s Morris“, in Französisch „Marelle“.

Das Spielfeld besteht aus drei ineinander gezeichneten Quadraten, welche in der Mitte jeder Geraden durch eine Linie verbunden sind. An jeder Ecke der Quadrate und an jeder Endung und Kreuzung jeder Linie befindet sich ein Feld.

Zum Spielen hat jeder Spieler neun Steine zur Verfügung, welche einer nach dem andern auf die Felder gesetzt werden.
Das Ziel des Spiels ist dem Gegner so viele Steine wegzunehmen, dass er keine Mühle mehr machen kann. Um eine Mühle zu machen braucht man drei Steine auf einer Linie.

Spielregeln

Ein Spieler beginnt und setzt einen Stein auf ein freies Feld. Danach setzt der Gegenspieler einen Stein, usw. bis alle neun Steine auf dem Brett verteilt sind.

Kann ein Spieler drei Steine auf eine Linie setzen, hat er eine Mühle und kann dem Gegenspieler einen Stein wegnehmen. Man kann die Steine nur auf freie Felder setzen. Es ist schon beim Setzen der Steine möglich, eine Mühle zu konstruieren.

Sobald alle Steine gesetzt sind, werden sie den Linien entlang, von einem Feld zum einem freien Nachbarfeld verschoben. Hat ein Spieler nur noch drei Steine, so kann er mit seinen Steinen frei springen, jedoch nur auf freie Felder. Wichtig ist auch, dass Spielsteine in Mühlen geschützt sind und nicht vom Gegner entfernt werden dürfen.

Muehle 2Um möglichst viele Mühlen zu erzielen, ohne die Gefahr, beim nächsten Zug des Gegners einen Spielstein aus der geöffneten Mühle zu verlieren, sollte man ein Zwickmühle konstruieren. Dies ist eine Doppelmühle, in welcher derselbe Zug, der die Mühle öffnet, gleichzeitig eine andere schließt.

Ziel des Spiels ist es, so viele Mühlen zu konstruieren und dem Gegenspieler einen Stein zunehmen, bis dieser nur noch zwei Steine besitzt und verliert.
Ein Spieler, der keinen gültigen Zug mehr machen kann, hat ebenfalls verloren.

Das Mühlespiel wurde analytisch von Ralph Gasser gelöst. Kennen beide Spieler eine Strategie und machen keine Fehler, so geht das Spiel unentschieden aus. Für das praktische Spielen ist dies aber von geringer Bedeutung, da die optimale Strategie sehr kompliziert ist.

Das Mühlspiel wird von diesem Teilprogramm umgesetzt.

Nach dem Programmstart wählen Sie zuerst, ob Sie oder der Computer beginnen oder auch zwei Spieler gegeneinander antreten. Das Spiel beginnt mit dem Schalter Spielstart.

Danach werden die Steine abwechselnd auf das Spielfeld gesetzt, durch Sie mit einem linken Mausklick, durch den Computer automatisch. Auf der linken Seite des Fensters wird stets angezeigt, welche Aktion durchgeführt werden muss, wie viele Steine auf dem Spielfeld sind bzw. noch gesetzt werden müssen.

Das Verschieben und Springen mit den Steinen erfolgt, in dem Sie einen Stein anklicken und auf die neue Position mit der Maus (Taste festhalten) verschieben.
Haben Sie ein Mühle erzielt, so klicken Sie den gegnerischen, zu entfernenden Stein mit der Maus an.

Möchten Sie einen Zug zurücknehmen, was allerdings etwas unsportlich ist, so klicken Sie auf den Schalter Zurück. Ein laufendes Spiel wird mit Abbruch gestoppt.

Von Bedeutung ist auch die Spielstärke des Computers. Täuschen Sie sich nicht, schon bei Stufe 3 ist der Computer ein ernstzunehmender Gegner, zumindest, wenn Sie noch ungeübt sind. Bei einer Spielstärke 6 benötigt der Computer zur Berechnung des Zuges stets einige Zeit, ist aber kaum noch zu schlagen.