Planetenephemeride

PlanetenephemerideFür astronomisch Interessierte ist die Kenntnis der aktuellen Planetenpositionen von Bedeutung. Tabellenwerke stellen dabei eine wertvolle Hilfe dar, enthalten aber meist nur Werte für jeweils ein Jahr und einen Berechnungsort (in Mitteleuropa ein Standardort mit 50 Grad geografischer Breite und 15 Grad geografischer Länge).

Das Programm ermöglicht unter in diesem Teilprogramm eine genaue Berechnung interessanter Planetenparameter-Tafeln – sogenannter Ephemeride – für ein beliebiges Datum und einen beliebigen Ort. Stellen Sie zuerst an den Rollbalken das gewünschte Datum ein, dann errechnet das Programm das Julianische Datum sowie für die mit relativ einfachen astronomischen Mitteln zu beobachtenden Planeten Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun die aktuellen Himmelspositionen. Zu den berechneten Größen gehören:

  • Heliozentrische Länge l und Breite b in Grad
  • Radiusvektor, der Abstand des Planeten von der Sonne in AE
  • Geozentrischer Abstand a des Planeten zur Erde in Astronomischen Einheiten (AE)
  • Laufzeit des Lichts vom Planeten zur Erde
  • Geozentrische Länge l und Breite b in Grad
  • Rektaszension α (h min) und Deklination δ (°), Koordinaten des rotierenden Äquatorsystems
  • Scheinbarer Durchmesser d des Planeten in Winkelsekunden „
  • Scheinbare visuelle Helligkeit des Planeten in mag
  • Aufgangs- und Untergangszeit am gewählten Tag bzgl. des Beobachtungsortes
  • Sternbild, in dem sich der Planet befindet
  • Azimut und Höhe des Planeten im Horizontsystem
  • Heliozentrische Länge der Erde

Für sich schnell am Sternhimmel verschiebende Planeten wie Merkur oder Venus beeinflusst die aktuelle Uhrzeit die Koordinaten schon erheblich. Deshalb können Sie zusätzlich an den Rollbalken Stunden und Minuten die Feineinstellung der Uhrzeit vornehmen. Voreingestellt ist jeweils die aktuelle Systemzeit Ihres Computers. Grundlage der Berechnung ist die Epoche J2000.0, d.h. die Lage des Frühlingspunktes am 1.1.2000.

Insbesondere die scheinbare Helligkeit ist für einfache Amateurbeobachtungen ohne Fernrohr von Bedeutung, da das menschliche Auge höchstens Objekte der 6. Größenklasse sehen kann. In Städten mit ihrer Nachthelligkeit und der leider immer vorhandenen Dunstglocke reduziert sich der Wert auf die 4. bis 5. Größenklasse. Die in diesem Unterprogramm verwendeten Gleichungen schränken den möglichen Maximalfehler der Ephemeride bis zum Jahr 2050 auf 0,2° ein.

Die Abweichungen der Planetenephemeride liegen fast immer unter diesem Wert. Zum Beispiel beträgt für den 1. Januar 1987 die Abweichung der Venusrektaszension 0.2 min und des Venusaufgangs für MEZ Standard 3 Minuten.

Alle angegebenen Zeiten sind tatsächliche Zeiten, also MEZ (ohne Berücksichtigung der Sommerzeit MESZ). Denken Sie daran: Die sogenannte Winterzeit ist die Mitteleuropäische Zeit.

Problematisch wird die Sache dadurch, dass z.B. Aufgangs- und Untergangszeiten Winterzeiten (MEZ) darstellen. Sollten Sie aber Ihren Computer auf Sommerzeit (MESZ) umgestellt haben und die Horizontkoordinaten für z.B. 15.00 Uhr ermitteln wollen, nutzt das Programm 15.00 Uhr MEZ!

Für die Berechnung muss ein Beobachtungsort gewählt sein. Voreingestellt ist Chemnitz in Sachsen. Einen anderen Ort stellen Sie im Teilprogramm Ortsbibliothek ein. Dieser Ort wird dauerhaft gespeichert und bei einem Programmneustart automatisch geladen.

Befindet sich der Beobachtungsort innerhalb der Polarkreise, kennzeichnet die Meldung sichtbar bzw. unsichtbar dass der Planet ständig sichtbar ist bzw. am jeweiligen Tag nicht aufgeht.
Markieren Sie das Feld Aktualisieren, berechnet das Programm die Planetenwerte in jeder Sekunde neu, d.h., die angezeigten Daten werden mit fortlaufender Zeit stets auf dem aktuellen Stand gehalten.

Ephemeride-Tabellen
Klicken Sie auf eines der sieben Planetensymbole Merkur … Pluto, so gibt Ihnen das Programm die Möglichkeit, für einen konkreten Planeten die Ephemeride für einen längeren Zeitraum zu berechnen und die Ergebnisse zu speichern bzw. zu drucken.