Schach

SchachEs gibt wohl kein Spiel, das mehr mit logischem Denken zu tun hat als Schach. Das Programm enthält ein zusätzliches Programm, bei dem Sie gegen den Computer oder auch zu zweit Schach spielen können.

Hinweis: Das Programm ist kein Gegner für einen geübten Schachspieler, da es dafür zu spielschwach ist. Für einen Anfänger oder Gelegenheitsspieler ist es jedoch ein würdiger Gegner.

Das Spiel entstand wahrscheinlich im 6. Jahrhundert v.u.Z. in Indien. Über Persien und das Byzantinische Reich verbreitete es sich in ganz Asien. Zwischen 700 und 900 kam Schach nach Europa. Nach einigen Regeländerungen im 16. Jahrhundert wurde 1851 erstmals ein internationales Turnier ausgetragen. Heute gilt Schach als die „Krone des Brettspiels“.

Schach ist ein Brettspiel für zwei Personen. Jeder Spieler verfügt über 16 Figuren, der eine Weiß, der andere Schwarz. Jeder Satz von Figuren besteht aus einem König, einer Dame, zwei Läufern, zwei Springern, zwei Türmen und acht Bauern. Man spielt auf einem quadratischen Schachbrett, das in 64 abwechselnd helle und dunkle Felder unterteilt ist. Ziel des Spiels ist es, den gegnerischen König „schachmatt“ zu setzen.
Eine genaue Beschreibung der Regeln finden Sie weiter unten.

In den beiden Auswahlbereichen Spieler weiß und Spieler schwarz legen Sie fest, wer die nachfolgende Partie absolviert. Dabei können Sie die Stärke des Computergegners festlegen. Vorgesehen sind die Stärken von sehr leicht bis sehr schwer. Unter diesen Spielstärken ist Folgendes zu verstehen:

Die Spielstärke sehr leicht bewirkt, dass der Computer zwei Züge vorausberechnet und den dort gefundenen besten Zug wählt. Je Spielstärke steigt die Anzahl der berechneten Züge um 1. Damit steigt natürlich auch die Rechenzeit erheblich an. Schon bei Stärke mittelschwer benötigt das Programm zur Ermittlung des nächsten Zuges teilweise mehrere Minuten. Bei sehr schwer können durchaus 1 bis 2 Stunden verstreichen, bis der Computer sich entscheidet. Zum Beispiel benötigte das Programm im Spielmodus gegen sich selbst bei der Schwierigkeitsstufe mittelschwer über 51 Minuten für eine Partie.

Während des Spiels werden in der Zugliste alle Züge notiert. Nach Beendigung eines Spiels können Sie durch Klicken auf einen notierten Zug diese Position einstellen und von dort evtl. wieder weiterspielen.

Weiterhin finden Sie drei „Varianten“ der Ausgangsposition. Natürlich hat dies mit dem Originalspiel nichts zu tun, allerdings ist es durchaus interessant, zum Beispiel gegen den Computer zu spielen, wenn er keine Dame hat. Für Anfänger besteht so eine viel höhere Chance, auch einmal zu gewinnen.
Unter Eröffnungen können 26 verschiedene Standarderöffnungen, darunter die Sizilianische Verteidigung, die Spanische Eröffnung, verschiedene Gambits usw., aufgerufen werden. Das Programm trägt die ersten Züge jeweils ein. Durch Auswahl in der Zugliste können Sie diese Eröffnungen schrittweise nachvollziehen.

Problemschach
Das Programm enthält neben der Möglichkeit, Schach zu spielen, auch ein Teilprogramm zur Analyse von Schachproblemen.

Ein Schachproblem besteht aus einer Ausgangssituation und der Aufgabe, einen Zug (im Allgemeinen für Weiß) zu finden, der innerhalb einer vorgegebenen Anzahl von Zügen zu einem sicheren Matt für Schwarz führt. Das bedeutet, ist die Aufgabe, ein „Matt in 3 Zügen“ zu finden, so muss der erste weiße Zug sicherstellen, dass nach drei Zügen das Matt folgt – gleichgültig, welche Maßnahmen Schwarz (entsprechend der Schachregeln!) ergreift.
Derartige Aufgaben zu „komponieren“, erfordert strengste Logik und höchste Kreativität.

Das Programm enthält über 450 Schachprobleme. Wählen Sie eines aus, zeigt das Programm die Ausgangssituation und die Anzahl der Züge, bis wann das Matt für Schwarz erreicht werden muss.
Nun können Sie selbst suchen. Dabei gelten die gleichen Hinweise wie bei der Beschreibung des Schachprogramms an sich.
Sollten Sie keine Lösung finden oder Ihre Lösung überprüfen wollen, dann klicken Sie auf den Schalter Lösung. Das Programm sucht nun nach der korrekten Lösung.

Das Programm zeigt Ihnen den ersten Zug für Weiß an. Möchten Sie die vollständige Zugfolge bis zum Matt untersuchen, so ziehen Sie den weißen Zug, antworten für Schwarz und lassen nun erneut eine Lösung finden usw.
Zusätzlich zu den vorgegebenen Schachproblemen können Sie selbst ein neues Problem eingeben und dieses vom Computer lösen lassen.

Schach
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Das Schachprogramm ist auch als Einzelprogramm downloadbar:

Schachregeln

Die Figuren haben eine durch die Regeln festgelegte Gangart. Daraus ergeben sich unterschiedliche Werte und Stärken der Figuren im Spiel.

König
Der König darf diagonal oder gerade nur ein Feld bewegt werden (Ausnahme ist die Rochade).

Dame
Die größte Bewegungsfreiheit hat die Dame. Sie kann beliebig weit sowohl auf den Geraden als auch auf den Diagonalen bewegt werden.

Turm
Der Turm darf nur geradlinig, d.h. entlang der Reihen oder Linien, bewegt werden.

Läufer
Der Läufer zieht nur diagonal in beliebiger Entfernung, das heißt, er kann nur Felder einer Farbe erreichen.

Springer
Die Gangart des Springers ist ein Feld in gerader, dann ein Feld in diagonaler Richtung. Das Feld, auf dem er landet, hat somit eine andere Farbe als das Ausgangsfeld. Der Springer ist die einzige Figur, die andere Figuren überspringen darf.

Bauer
Der Bauer kann nur ein Feld vorwärts bewegt werden, von der Grundstellung aus auch zwei Felder. Schlagen darf er nur ein Feld in diagonaler Richtung. Damit ist der Bauer die einzige Figur, die anders schlägt, als sie geht. Erreicht ein Bauer die achte Reihe, so darf er in eine beliebige andere Figur verwandelt werden (in der Regel wird die Dame gewählt).

Eine Besonderheit stellt das „En passant“-Schlagen statt. Befindet sich z.B. ein schwarzer Bauer auf der 4.Zeile und zieht Weiß nun einen in einer Nachbarreihe stehenden Bauern aus der Grundstellung um zwei Felder nach vorn, so wird Schwarz am Schlagen dieser Bauern gehindert. In diesem Fall darf Schwarz sofort (nur im nächsten Zug!) den weißen Bauern en passant, d.h. „im Vorübergehen“, schlagen, als wäre der weiße Bauer nur ein Feld gezogen. Diese Regel ist wahrscheinlich die komplizierteste des Schachspiels.

Schlagen einer Figur
Eine gegnerische Figur wird „geschlagen“, indem eine eigene Figur, auf ein vom Gegner besetztes Feld gezogen wird. Eine Ausnahme ist der Bauer (siehe oben).

Schach
Bedroht man den König, sagt man als Warnung „Schach!“, obwohl es die Regel nicht vorschreibt. Der Spieler des bedrohten Königs muss dann beim nächsten Zug

  • den König auf ein sicheres Feld ziehen oder
  • eine andere Figur als Schild dazwischenstellen oder
  • die bedrohende Figur schlagen.

Ist keine dieser Möglichkeiten gegeben, so gilt der König als schachmatt, und das Spiel ist verloren.

Rochade
Es gibt eine Ausnahmeregel, nach der der König mehr als ein Feld bewegt werden darf. Diesen speziellen Zug nennt man Rochade; er darf von jedem Spieler nur einmal ausgeführt werden. Hauptzweck dieses Manövers ist es, den König durch einen einzigen Zug aus der am meisten gefährdeten Brettmitte in eine Position zu bringen, die leichter zu verteidigen ist. Bei der Rochade zieht der König zwei Felder nach rechts oder nach links (schwarz), und der Turm derselben Seite wird auf das Nachbarfeld des Königs auf der anderen Seite gesetzt. Man unterscheidet zwischen kleiner und großer Rochade.

Für die Ausführung der Rochade gibt es folgende Regeln:

  • weder König noch Turm dürfen vorher bewegt worden sein
  • der König darf sich zur Zeit der Rochade nicht im Schach befinden
  • auf den Feldern zwischen König und Turm dürfen sich keine Figuren befinden
  • der König darf kein Feld passieren oder besetzen, das von einer gegnerischen Figur angegriffen wird