Sonnen- und Mondfinsternisse

c12Unmittelbar mit der Bewegung des Mondes sind auch die Sonnenfinsternisse verbunden. Wählen Sie dieses Teilprogramm, so können Sie für den Zeitraum von 1600 bis 3000 die auftretenden Sonnenfinsternisse berechnen.

Neben dem Tag und der Uhrzeit der Finsternis erhalten Sie eine Angabe zur Art der Finsternis, also zum Beispiel, ob diese total, ringförmig oder nur teilweise ist.

Während Mondfinsternisse immer auf fast einer Hälfte der Erde zu beobachten sind, ist dies bei Sonnenfinsternissen nur für einen kleinen Teil der Erde möglich. Deshalb erscheint es auch so, als ob Sonnenfinsternisse seltener wären als Mondfinsternisse. Aber das Gegenteil ist der Fall.

Das Programm gibt Ihnen daher zusätzlich an, ob diese Finsternis evtl. gesehen werden könnte. Deshalb erfolgt die Berechnung auch für den im Astronomieteil eingestellten Beobachtungsort.

Ist die Finsternis auf der Südhalbkugel der Erde sichtbar und befindet sich Ihr Ort auf der Nordhalbkugel, wird Ihnen dies angezeigt. Mit unsichtbar werden auch die Finsternisse gekennzeichnet, die zu einem Zeitpunkt eintreten, wenn noch Nacht herrscht.

Alle anderen Eklipsen werden exakter untersucht. Dabei wird überprüft, ob und wie die Finsternis am Beobachtungsort gesehen werden kann. Unterschieden wird, ob die Finsternis

  • partiell, d.h., die Sonne wird nur teilweise verdeckt,
  • ringförmig, d.h., der Mond steht voll vor der Sonne, jedoch ist sein scheinbarer Durchmesser, kleiner, sodass ein Teil der Sonne sichtbar bleibt,
  • total, d.h., die Sonne wird vollständig verdeckt,

ist.

Ist die Finsternis sichtbar, werden unter M= der scheinbare Monddurchmesser im Verhältnis zur Sonne und in Klammern die Stärke der Verdunkelung und der Zeitpunkt des Finsternismaximums angegeben.

Weiterhin werden die vier möglichen Kontaktzeiten berechnet. Grundlage ist stets die Weltzeit (Universal Time UT). Für einen Ort in Mitteleuropa muss daher 1 Stunde bzw. in der Sommerzeit müssen 2 Stunden addiert werden.

Unter dem 1. Kontakt versteht man den Zeitpunkt, zu dem der Mond die Sonnenscheibe von außen berührt. Zwischen dem 2. und 3. Kontakt ist die Sonne bei einer totalen Sonnenfinsternis vollständig vom Mond verdeckt.
Der 4. Kontakt ist der Punkt, an dem sich Mond- und Sonnenscheibe am Ende der Finsternis gerade noch berühren.

Zum Beispiel erhält man für den Beobachtungsort Chemnitz und die Sonnenfinsternis vom 11. August 1999 die Ergebnisse:
Berechnungsort: Chemnitz/Rottluff, D
Geografische Breite: 50.81° ; Geografische Länge: 12.9°
Zeitzone bzgl. WT: 1h
11. August 1999 13:04:21 SZ
Partielle Finsternis mit M=0.94 (0.93)
Maximum um 10:41: 9 UT
1. Kontakt: 11. 8.1999 9: 20: 59 UT (MEZ +1 Stunde, MESZ +2 Stunden)
4. Kontakt: 11. 8.1999 12: 2: 2 UT (MEZ +1 Stunde, MESZ +2 Stunden)

Hier war die Finsternis partiell sichtbar, wobei 93% der Sonnenscheibe verdunkelt wurden.

Für die Berechnung ist zu beachten, dass diese sich auf einen Beobachtungsort bezieht. Voreingestellt ist Chemnitz mit einer geografischen Breite von 51° und einer geografischen Länge von 13° Ost. Diesen Ort können Sie über den Menüpunkt Ortsbibliothek ändern.

Mondfinsternisse
Mondfinsternisse (Eklipse = Finsternis) entstehen durch den Eintritt des Mondes in den Schattenkegel der Erde. In der gesamten Geschichte der Menschheit finden sich immer wieder Hinweise, dass Mondfinsternisse mit größtem Interesse beobachtet wurden:

Aristophanes beschreibt in seinem Stück „Die Wolken“ die Mondfinsternis vom 9. Oktober 425 v.Z. Im Jahre 218 v.Z. verweigerten die gallischen Söldner ihrem Herrn Atalus I. aus Angst vor der Verdunkelung des Mondes die Gefolgschaft.
Christoph Kolumbus, der von einer bevorstehenden Finsternis 1504 in Jamaika wusste, nutzte die Vorhersage, um die Eingeborenen unter Druck zu setzen, usw. usf.

In diesem Teilprogramm können Sie das Auftreten von Mondfinsternissen berechnen. Geben Sie dazu den Zeitraum der Berechnung unter Jahr … bis ein und bestätigen Sie mit Berechnung. Das Programm berechnet nun die in diesem Zeitraum stattfindenden Mondfinsternisse, die Art der Verfinsterung (total, partiell) sowie die Uhrzeit der totalen Verfinsterung bzw. des Eintritts in den Halbschatten der Erde.

Die Berechnung der Mondbahn und damit der Finsternisse wird von einer Vielzahl von Faktoren beeinflusst wird. Schon für eine Jahresangabe vor 1900 müssen Sie mit einer Abweichung zum wahren Zeitpunkt der Mondfinsternis von 15 Minuten rechnen.

Beachten Sie bitte, dass die Berechnungen nur für einen Zeitraum von 1600 bis 3000 möglich sind. Geben Sie davon abweichende Jahreszahlen ein, korrigiert das Programm den Zeitraum automatisch.